»Zweihundert Jahre später werden im sogenannten Bologna-Prozess diese Ideale [die Humboldtschen zur Neu-Gründung der Berliner Universität 1809] im Namen von Effizienz, Modulen, Praktika und Arbeitsmarkttauglichkeit preisgegeben. Der von Humboldt so wirkungsmächtig lancierte Bildungsbegriff nimmt sich im Jahr 2009 eigentümlich unzeitgemäß aus; zügige Ausbildung statt Bildung lautet die Parole.«
Jochen Hörisch, Der Takt der Neuzeit, 2009
Bilder sind der Gegenstand unserer Arbeit.
Bilder sind für uns meist digitale Bilder, Gegenstand und Mittel algorithmischen Arbeitens.
Bilder erscheinen als Modell, Präsentation und Interaktion.
Wir sehen Bilder als Zeichen im digitalen Medium.
Unsere Forschung bezieht sich auf Bild, Zeichen und Medium.
Unsere Lehre ist Herstellung von Lernumgebungen.
Wir experimentieren immer, auch in der Lehre.
Unsere Arbeit geht über Disziplinen hinaus.
Ihre Wurzeln hat sie in der Informatik, bei der Algorithmik.
Doch sie berührt Semiotik, Pädagogik, Gestaltung, Medientheorie, Ästhetik, Kunst, ein wenig sogar Ökonomie.
All das kommt zusammen in der Gestaltung digitaler Medien.
Wir sehen Informatik als eine Technische Semiotik oder als Semiotische Technik.
Wir tragen zu einer grundlegenden Theorie der Informatik bei.
Digitale Medien sind Prozesse: transient, nie fertig.
Zeichen im und auf dem Computer sind algorithmische Zeichen.
Sie kommen mit der Maschinisierung von Kopfarbeit auf.
Unsere Haltung ist prinzipiell skeptisch und kritisch.
Daraus ziehen wir Energie für Gestaltung.